Damit Integration gelingen kann: Helfen Sie mit!

Knapp 200 Flüchtlinge aus den verschiedenen Not- und Krisengebieten der Welt leben derzeit in unserer Gemeinde, mitten unter uns. Wir nehmen sie zwar im Straßenbild wahr – doch was wissen wir wirklich von ihnen? In erster Linie suchen sie Kontakt, Ansprache und Begleitung. Wenn Sie den Flüchtlingen in Kaufering bei der Eingewöhnung helfen möchten, gibt es viele praktische Möglichkeiten. Nachfolgend einige Beispiele.

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Alles dreht sich um die deutsche Sprache. Gesucht werden Bürgerinnen und Bürger jeden Alters, die mit den Flüchtlingen Deutsch sprechen und üben (Lernpaten). Sich einfach hin und wieder zusammensetzen und unterhalten, egal wo, ob mit Einzelnen oder in kleinen Gruppen. Die Flüchtlinge haben in der Regel kaum persönliche Kontakte und sind daher froh, wenn wir auf sie zugehen und mit ihnen reden.

Ganz lebenspraktisch sind Orientierungshilfen aller Art, damit sich die Fremden im Ort leichter zurecht-finden: Wo sind günstige Einkaufsmöglichkeiten, wo gibt es Apotheken und Ärzte, was bedeuten die Verkehrszeichen und Hinweistafeln, wie verhalte ich mich richtig im Straßenverkehr, wo geht’s zum Bahnhof und wie löse ich dort eine Fahrkarte… Bieten Sie doch in gewissen Abständen eine kleine Ortsrunde zu Fuß durch unsere Gemeinde an!

Dringend gesucht werden Ansprechpartner, die den Flüchtlingen bei der Jobsuche behilflich sind, damit sie ihr eigenes Geld verdienen können. Manche verfügen über einen Schul- oder Berufsabschluss. Sichten Sie mit ihnen Stellenangebote, formulieren Sie zusammen eine einfache Bewerbung, gehen Sie mit zum Vorstellungsgespräch.

In den Kauferinger Unterkünften, auch in der Soccerhalle am Schwimmbad, leben inzwischen viele sogenannte Fehlbeleger, die bereits als Asylsuchende oder Flüchtlinge anerkannt sind und sich eine günstige Wohnung suchen müssen. Dies gestaltet sich aber in vielen Fällen recht schwierig, so dass dringend Menschen gesucht werden, die selbst Wohnraum zur Verfügung stellen (Häuser, Wohnungen, Einliegerwohnungen, Zimmer zur Untermiete) oder die den Leuten bei der Wohnungssuche konkret behilflich sind, mit ihnen Anzeigen durchgehen, den Erstkontakt zu potentiellen Vermietern herstellen, mit zu Wohnungsbesichtigungen gehen und bei der Unterzeichnung von Mietverträgen helfen. Übrigens: die Mietzahlungen werden in der Regel durch die Behörden (Jobcenter) sichergestellt, so dass potentielle Vermieter keine Angst haben müssen, auf Mietschulden sitzen zu bleiben, so lange ihre Mieter noch nicht voll in Arbeit sind.

Gerade jetzt zu Beginn der kalten Jahreszeit braucht es Abwechslung und Geselligkeit: Bieten Sie gemeinsame Spielenachmittage an, musizieren oder singen Sie mit den Menschen, kochen Sie gemeinsam, erzählen Sie von unserer Heimat, unseren Jahreszeiten, unserem Brauchtum, laden Sie Flüchtlinge zu gemeinsamen Unternehmungen ein, gern auch in Ihrem Verein – oder gehen Sie mit ihnen zu öffentlichen Veranstaltungen im Ort.

Ganz dringend werden im Moment Frauen gesucht, die sich gezielt um die wenigen Mütter unter den Flüchtlingen kümmern, denn diese kommen bei den Integrationsangeboten bisher noch zu kurz. Wie wär´s etwa mit einem „Mütter-Frühstück“?

Das sind nur einige Beispiele, der Katalog der Hilfe lässt sich noch beliebig erweitern!  Ihrer Kreativität und Ihrem Einfallsreichtum sind bei größtmöglicher flexibler Zeiteinteilung keine Grenzen gesetzt, wenn Sie den Flüchtlingen und Asylsuchenden das Einleben hier in Kaufering erleichtern möchten. Die meisten von ihnen können inzwischen schon ganz gut Deutsch und sie möchten es auch gerne anwenden. Dazu braucht es einzig und allein die Bereitschaft, offen auf diese Menschen zuzugehen und ihnen die Hand zu reichen.

Ihre ersten Ansprechpartner sind die hauptamtlichen Betreuer vor Ort, sie stellen gern den Kontakt her, sorgen für gute Rahmenbedingungen und begleiten Sie auf Wunsch in der Anfangsphase.

Die Asylsozialberatung vom Evangelischen Gemeindeverein Kaufering e. V. Diakonie freut sich über weitere ehrenamtliche Unterstützer/Unterstützerinnen aus unserer Marktgemeinde.

Kontakt:  Markus Schupp

Asyl-Sozialberater, Tel. 0172 – 90 95 309

 

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