Baumwolle und Umweltzerstörung

Die GAL Kaufering bietet dieses Jahr auf dem Weihnachtsmarkt u.a. Seiden-Loops aus wiederverwerteten Stoffen an. Mit diesen schönen Weihnachtsgeschenken machen wir gleichzeitig auf die problematische Seite des weltweiten Baumwollmarktes aufmerksam.

Anbau von Baumwolle

  • Baumwolle ist das Anbauprodukt mit der höchsten Raten an Pflanzengiften.
  • 75 Prozent der Baumwolle wird in Entwicklungsländern angebaut. Der Pestizideinsatz macht die dortigen Baumwollbauern krank. Viele können vom Anbau nicht leben.
  • In vielen Ländern ist Kinder- und Zwangsarbeit beim Anbau Realität
  • Knapp 70 % der weltweiten Baumwolle stammt von genmanipulierten Pflanzen

Verarbeitung von Baumwolle

  • In der Textilproduktion werden etwa 7.500 Chemikalien eingesetzt.
  • Der Lohn in einer Textilfabrik in Bangladesch liegt zwischen 30 und 60 Euro im Monat. Ein Arbeitstag dauert dort bis zu 15 Stunden.

 

Was kann ich als Verbraucher/-in tun?

  • Wenige aber hochwertige Kleidung und Secondhand-Ware bedeuten Umweltschutz.
  • Bei Biobekleidung garantieren Zertifikate den biologischen Anbau und eine umweltfreundliche Verarbeitung. Mittlerweile haben auch Ladenketten wie H&M, C&A sowie dm-Drogerimärkte Bio-Bekleidung in ihrem Sortiment. Oft sind es handelsketteneigene Labels, die Bedingungen unter denen die Kleidungsstücke produziert werden, sind zu hinterfragen. Es gibt nur wenige offizielle Ökosiegel, bei denen Standards hinterlegt sind.
  • Kunstfasern sind keine gute Alternative, da sie aus Erdöl gewonnen werden und sich als Mikrokunstfasern in der Umwelt anreichern.

 

Weitere Informationen gibt es auf der Homepage des Umweltinstituts München: www.umweltinstitut.org/fragen-und-antworten/bekleidung.html

 

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