Lebenssituation der Flüchtlinge und Asylbewerber in Kaufering

Veranstaltung der GAL „Grüne Bürgerrunde“ vom 9.11.2017
Exemplarisch berichteten der 21jährige Noah aus Mali und der aus
religiösen Gründen aus dem Iran geflüchtete  Mehdi über ihre Bemühungen,
hier in Kaufering ein neues Leben zu beginnen. Der eine ist schon seit
über 10 Monaten als Flüchtling mit Bleiberecht offiziell anerkannt und
lebt trotz erfolgreichem B1-Abschluss im Integrationskurs, immer noch
provisorisch in der ehemaligen Soccerhalle, weil er kein bezahlbares
Appartement auf dem freien Wohnungsmarkt findet. Der andere hatte noch
nicht einmal seine Anhörung beim BAmF, er konnte aber immerhin seinen
Quali hier nachmachen und absolviert jetzt eine Lehre bei Rational in
LL. Für einen begehrten Wohnplatz in einem Lehrlingswohnheim in der
Kolpingstraße wurde ihm eine Monatsmiete von etwa 470,– Euro genannt,
was allerdings ohne staatliche Unterstützung für ihn völlig
unerschwinglich ist.Fachleute der Asyl- und Migrationsberatung der Diakonie sowie
ehrenamtliche Helfer vom Netzwerk Asyl beantworteten Fragen der
zahlreichen Zuhörer zu den problematischen Lebensumständen nicht nur in
der Soccerhalle. Sie schilderten anhand von Beispielen, wie Geflüchtete
beraten und bei ihrer nicht immer einfachen Suche nach Jobs und nach
bezahlbaren Wohnungen begleitet werden.

Die GAL-Fraktion im Markgemeinderat von Kaufering hatte in einem
Beschlussantrag schon Ende Juli ein umfassendes Konzept gefordert, wie
angesichts der zunehmenden Zahl anerkannter Asylbewerber mit einem
Bleiberecht der wachsende Bedarf an Sozialwohnungen in den nächsten drei
Jahren gedeckt werden kann, und mahnt jetzt dazu eine baldige
Beschlussfassung im Marktgemeinderat an.

Vergleichbare Aktivitäten anderer politischer Gruppierungen in Kaufering
oder gar persönliche Gespräche vor Ort in einer der Asylunterkünfte im
Ort sind uns bislang leider nicht zu Ohren gekommen, was schade ist im
Interesse der Geflüchteten.

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