Pressemitteilung Baugebiet Lechfeldwiesen V

GAL lud zur Diskussion am 26.11.2018 um das Baugebiet Lechfeldwiesen V

In Kaufering ist Wohnraum knapp, doch die Gemeinde besitzt mit dem Baugebiet Lechfeldwiesen V am nördlichen Ortsrand 18000 qm eigenen Grund. Wie könnte hier eine Bebauung aussehen? Wie viele Wohnungen könnten hier entstehen? Und soll die Gemeinde selbst als Bauherr auftreten? Die GAL Kaufering wollte wissen, wie die Gemeinde Utting das macht und lud deshalb Uttings Bürgermeister Josef Lutzenberger zu einem Vortrag.

Lutzenberger erläuterte, dass sich in seiner Gemeinde die Baulandpreise innerhalb von 10 Jahren auf mindestens 680 € pro Quadratmeter verdoppelt hätten. Deshalb könnten sich Normalverdiener das Wohnen in Utting nicht mehr leisten. „Utting vertreibt so seine jungen Leute, auch Mitglieder der Feuerwehr sind schon fortgezogen“, konstatierte Lutzenberger. Deshalb habe sich die Gemeinde entschlossen, bei ihrem Schmucker-Grundstück selbst als Bauherr aufzutreten und hat zudem ein Kommunalunternehmen gegründet.

Bei der Planung habe man darauf geachtet, dass sich die neuen Häuser passend in die Nachbarschaft einfügen und dass Wohnungen für die verschiedensten Bevölkerungsgruppen entstehen. Ziel sei ein ansprechendes Wohnquartier mit lockerer Bebauung. „Da willst du drin wohnen“, entfährt es Lutzenberger, als er das Modell vorführt. So hofft der Bürgermeister, dass auch ältere Menschen, die allein in einem großen Haus leben, in das neue Quartier einziehen, und dadurch auch größere Wohnungen in Utting frei werden.

Platz bieten die Schmucker-Häuser auch dem Verein „Füreinander e.V.“, der sich um bedürftige Menschen kümmert. Daneben sollen alle neuen Bewohner Mitglieder eines Carsharing-Anbieters sein, der dort eine Ausleihstation einrichtet. So hofft man, die Zahl der Autos und damit der erforderlichen Stellplätze reduzieren zu können.

Bei der anschließenden Diskussion wurden Befürchtungen laut, dass auf den Lechfeldwiesen durch übermäßige Bebauung ein wenig wohnliches Quartier entstehen könne. GAL-Fraktionsvorsitzender Andreas Keller betonte jedoch, es solle auch in Kaufering ansprechend gebaut werden. Noch gebe es im Gemeinderat keine festen Planungen. Eine erste Studie habe ergeben, dass etwa 170 Wohnungen entstehen könnten. Im Gemeinderat gebe es eine Tendenz, dass auch die Marktgemeinde selbst als Bauherr auftreten wolle.

Dass durch Sachverstand und engagierte Planung in Kaufering ein lebendiges Quartier entstehen könnte, zeigte an diesem Abend das Modell aus Utting, auch angesichts 30prozentiger Zuschüsse und zusätzlich 60 %iger Finanzierung durch das Land.

 

 

 

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