Zero waste – Besser leben ohne Müll

Angesichts immer knapper werdenden Rohstoffe und alarmierender Berichte über die Auswirkungen von Kunststoffmüll in unserer Nahrungskette und auf unsere Gesundheit wächst der Wunsch, dieser Entwicklung nicht mehr nur achselzuckend zuzuschauen, sondern dem etwas entgegenzusetzen. Wir können handeln und unser eigenes Konsumverhalten kritisch überprüfen: Weshalb etwa sollte ich plastikumwickelte Äpfel oder Karotten einkaufen, wenn es die gleichen Nahrungsmittel auch offen und unverpackt gibt? Weil immer mehr Menschen gezielt nach Papiertüten statt Plastik fragen oder ihre eigenen, wiederverwendbaren Stofftaschen oder Obstnetze zum Einkauf mitnehmen, stellt sich auch der Handel langsam auf die geänderten Kundenwünsche ein. Dazu an dieser Stelle drei positive Beispiele, die Mut machen: In der Metzgerei Moser in Landsberg kann man sich Fleisch und Wurst in die eigene Tupperbox einfüllen lassen (es wird lediglich aus Hygienegründen ein Trennpapier auf die Theke gestellt, damit das mitgebrachte Gefäß nicht mit der Ladeneinrichtung in Berührung kommt). Auch im „Landmann´s Bioladen“ kann man an der Käsetheke seinen Einkauf in die von zuhause mitgebrachte Box einpacken lassen. Und auch bei REWE sieht man immer mehr Kunden, die ihre lose gekauften Äpfel offen zum Abwiegen aufs Band legen, um so unnötige Plastikverpackung zu vermeiden. Immer mehr Geschäfte verzichten auf Wunsch ihrer Kunden auf unnötige Umverpackung. Bestehen Sie an der Theke auf kunststofffreies Einwickelpapier. Besser Joghurt im Glas statt im Plastikbecher kaufen. Wir haben es selbst in der Hand, unnötigen Verpackungsmüll zu vermeiden. Jeder von uns kann dabei mitmachen, die „Welt zu retten“, indem wir einfach mal bei den kleinen Dingen des Alltags anfangen…. Am besten gelingt das bei sich selbst, im eigenen Haushalt. Wehren Sie sich gegen unerwünschte Plastikverpackungen! Mehr dazu finden Sie in dem Ratgeber „Zero Waste“ von Shia Su (ISBN 978 – 3 – 99025 – 273 – 4).

Hilfreich kann auch die kostenlose App „replace plastic“ sein: Immer, wo Sie bei der Einkaufstour auf vermeidbare Verpackung stoßen, wird beim Einscannen des Barcodes mittels der App eine digitale Aufforderung an den Produkthersteller generiert, seine Verpackungsart kritisch zu überdenken! Steter Tropfen höhlt den Stein… Möchten Sie auch mit möglichst wenig Plastikmüll auskommen, insgesamt weniger Müll produzieren und sich darüber mit anderen bewusst lebenden Menschen in Ihrer Nachbarschaft austauschen? Sie können ihre eigenen Ideen zur Müllvermeidung einbringen oder Tipps zu selbst hergestellten Putzmitteln, Shampoo-Ersatz oder Zahnpasta mit anderen austauschen? Kommen Sie zu den Veranstaltungen der GAL Kaufering. Vielleicht entsteht auch in Kaufering eine Bewegung, die sensibilisiert für das wichtige Thema „Plastikmüll“, Ansprechpartner ist Reiner Dürr, zu erreichen per Email: reiner.duerr@posteo.de

Bitte sehen Sie auch auf unsere Website, hier werden wir Ideen und Erfahrungen sammeln und veröffentlichen. Wir freuen uns auf eine zahlreiche Resonanz.

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