Antrag zur Erstellung einer Gesamtverkehrskonzeptes

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Dr. Bühler,
sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen des Marktgemeinderates,
seit Dezember 2009 hat Herr Frey, Mitarbeiter der Fa. GEVAS, in mehreren Sitzungen des Marktgemeinderates umfangreich seine Untersuchungen zur prognostizierten Entwicklung des motorisierten Fahrzeugverkehrs in Kaufering bis zum Jahr 2025 vorgestellt. Das Ergebnis aller vorgenommenen Untersuchungen war im Wesentlichen eine spürbare Zunahme des Kfz-/LKW-
Verkehrs in Kaufering im Zeitraum von 2009/2010 bis 2025. Diese prognostizierten Steigerungen
darf der Marktgemeinderat Kaufering nicht als unvermeidbar hinnehmen.
Der Marktgemeinderat Kaufering möge deshalb beschließen, dass der Markt Kaufering die Erstellung eines Gesamtverkehrskonzeptes/Gesamtverkehrsplans unter Einbeziehung des nichtmotorisierten (Fußgänger- und Fahrrad-) Verkehrs sowie des öffentlichen Personennahverkehrs in Auftrag gibt.
Ziel des Konzeptes, das, wie auch GEVAS vorschlägt, unter umfassender Beteiligung der Öffentlichkeit entstehen soll, ist es, den Verkehr in Kaufering zu vermindern und so zu gestalten, dass möglichst viele Fahrten mit Kraftfahrzeugen entbehrlich werden. Weiterhin ist der Durchgangsverkehr zu betrachten und es ist zu prüfen, wie dieser aus Kaufering heraus, auf die neue B17 verlagert werden kann.
Die Verwaltung wird beauftragt, die dazu notwendigen Schritte einzuleiten.
Die Erstellung des Konzepts ist mit der zu beauftragenden Firma so abzustimmen,
dass bis Mitte 2011 verwertbare Ergebnisse vorliegen. Im Herbst 2010 ist im
Marktgemeinderat ein Zwischenergebnis in einer öffentlichen Sitzung vorzustellen.
Begründung:
In mehreren Sitzungen hat Herr Frey ausgeführt, dass die von ihm vorgestellte Entwicklung für den motorisierten Fahrzeugverkehr nur einen Teilaspekt der für ganz Kaufering relevanten Verkehrsbeziehungen darstellt. Bei seinen bisherigen Ausführungen wurden der in Alt-Kaufering vorhandene Verkehr und dessen Auswirkungen auf gesamt Kaufering noch nicht berücksichtigt.
Auch die nichtmotorisierten Verkehrsteilnehmer waren bei den bisherigen Untersuchungen ausgeblendet.
Das Ziel einer umfassenden Verkehrsplanung, eines Konzeptes muss es sein,
– eine spürbare Reduzierung der Durchgangsverkehrs,
– eine Verbesserung des Radfahrer- und Fußgängerverkehrs,
– eine Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs,
– eine Verbesserung und gleichzeitige Reduzierung des innerörtlichen motorisierten Verkehrs und
– eine Verbesserung der Umweltqualität für die Kauferinger Bevölkerung
zu erreichen.
Deshalb benötigen wir als Grundlage eine vollständige Untersuchung und Bewertung
aller momentanen, künftigen und denkbaren Verkehrsbeziehungen für alle Verkehrsteilnehmer in Kaufering.
Auf dieser Grundlage ist dann im Zusammenwirken mit dem Marktgemeinderat ein Gesamtverkehrskonzept/-plan aufzustellen.
Dieses Gesamtverkehrskonzept soll dann den Marktgemeinderat befähigen, zukunftsorientierte und fundierte Entscheidungen zutreffen.
Mit freundlichen Grüßen
Gabriele Triebel – Alex Glaser – Hans Pilz

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