Pressemitteilung zum Neubau des Feuerwehrhauses vom 05.02.2021

Die Diskussion über die Mängel des Feuerwehrhauses und eine mögliche Sanierung oder einen möglichen Neubau dauert schon viele Jahre an. Die letzte Bewegung war der Beschluss im Mai 2019 für den Neubau am bestehenden Standort. Einige wünschen sich daher, dass es endlich weitergeht, anderen ist der Verzug möglicherweise ganz Recht.

Jüngst wurden immer mehr Unwägbarkeiten bekannt, sodass der bestehende Standort als nicht mehr für einen Neubau geeignet angesehen werden muss. Es gibt also Gesprächsbedarf im Marktgemeinderat und daher begrüßt die grüne Fraktion ausdrücklich, dass der Bürgermeister das Thema im Februar erstmals wieder zur Diskussion stellt.

Die Kriterien für eine Standortwahl sind mannigfaltig: Der Immissionsschutz und die Hilfsfrist müssen beachtet werden, sowie Zufahrtswege, Platz für Übungen und vieles mehr. Die grüne Fraktion fordert in diesem Zusammenhang:

  1. Maximale Transparenz​: Die Diskussion über mögliche Standorte muss öffentlich und sachlich geführt werden. Für jeden abgelehnten Standort müssen die Gründe in verständlicher und nachvollziehbarer Form veröffentlicht werden.
  2. Weitblick: Die Entscheidung darf nicht kurzfristig ausgerichtet sein, sondern muss die langfristige Ortsentwicklung einbeziehen.
  3. Wohnqualität​: Der Blickwinkel der jeweiligen Anwohner muss bei der Diskussion berücksichtigt werden.
  4. Kooperationsmöglichkeiten​: Die Feuerwehr Landsberg steht ebenfalls vor wichtigen Entscheidungen. Mögliche Synergieeffekte sind frühzeitig zu untersuchen.
  5. Ökologische Betrachtung​: Die Planung des Feuerwehrhauses muss nachhaltig erfolgen. Es muss aus energetischer Sicht langfristig ein modernes Gebäude bleiben.
  6. Nachfolgenutzung​: Bereits heute muss über eine kluge Nutzung des frei werdenden alten Standortes nachgedacht werden. Er eignet sich ideal für die Bebauung mit Wohnraum.

Die grüne Fraktion sieht keine Notwendigkeit, dass die für die Entwicklung von Kaufering so wichtige und bedeutende Entscheidung ohne ausreichende Diskussion und Zeit für die Meinungsbildung, gerade für die zahlreichen neuen Marktgemeinderäte, sofort zur Abstimmung gestellt werden soll. Wir sehen hier den Bürgermeister Thomas Salzberger in der Pflicht, den neuen Gegebenheiten im Marktgemeinderat den Raum zu geben, der bei dieser Entscheidung auch notwendig ist.

Cäcilie Nebel im Namen der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

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